Elternbrief – Freundschaft

Elternbrief – Freundschaft

Liebe Eltern,

die Kinder der heutigen Zeit werden mit  sozialen Medien, wie z. B. Facebook groß. Da hat eine Person auch schnell mal über 1000 „Freunde“. Doch was wahre Freundschaft bedeutet, ist etwas ganz anderes, als auf Social-Media-Kanälen zu sehen ist. Einen Freund zu haben, einen guten Freund, ist etwas Wunderbares und auch Wichtiges. Auf einer Wellenlänge sein und sich alles erzählen zu können, jedes Geheimnis! Viel Zeit zusammen zu verbringen gehört natürlich auch dazu.

Kinder müssen für sich erst einmal herausfinden, welche Dynamik hinter Freundschaften steckt, denn nicht jede Freundschaft ist gleich. Mit der Zeit verändern sich Freundschaften und nicht alle Freundschaften überstehen beispielsweise den Wechsel vom Kindergarten in die Schule. Es können genauso neue Freundschaften entstehen und aus einem Nebeneinander wird ein Miteinander.

Wer Freunde hat, ist nicht allein!

Da dieses Thema so wichtig ist, werden wir in diesem Monat unseren Fokus bei den Mattengesprächen auf das Thema Freundschaft legen. Wir finden, dass Freundschaften zu pflegen und über lange Zeit zu bewahren eine Lebenskompetenz ist und unsere Jüngsten stärker macht. Denn wer Freunde hat, ist nicht allein!

Sicherlich ist kein Kind allein, dessen Eltern oder Großeltern sich kümmern, doch das ist eine ganz andere Form der sozialen und emotionalen Beziehung als eine Freundschaft. Freunde sind für die Entwicklung von Kindern wichtig, da Kinder andere Kinder brauchen. Sie tauschen sich mit ungefähr gleichaltrigen auf einer anderen Ebene aus als mit Erwachsenen. In der Schule, spontan auf einem Spielplatz, in der Nachbarschaft oder beim wöchentlichen Unterricht in der Kampfkunstakademie können Freundschaften entstehen. Freundschaft ist überall!

Regeln im Unterricht

Natürlich haben wir bestimmte Regeln in unserem Unterricht, um das Miteinander harmonisch zu gestalten. Doch diese sind nicht nur gut für unsere Akademie, sondern können auch außerhalb im Alltag umgesetzt werden:

  • Jeder kann gleich viel bestimmen und hat gleich viel zu sagen.
  • Alle sollen ihre eigenen Wünsche vertreten, aber müssen auch bereit sein, Rücksicht auf Freunde und andere Mitglieder zu nehmen und Kompromisse einzugehen.
  • Regeln werden gemeinsam besprochen und Freunde achten aufeinander, ob die vereinbarten Regeln eingehalten werden.
  • Freunde hören einander zu, akzeptieren andere Meinungen und lernen, fair miteinander zu diskutieren.

Unsere Schwerpunkte in diesem Monat

Auf folgende Schwerpunkte werden wir in diesem Monat besonders intensiv eingehen:

1. Aufeinander zugehen

Bevor sich Kinder an Freundschaften erfreuen können, müssen diese geschlossen werden. Kindern fällt es oft leicht Kontakte zu knüpfen. Durch kommunikative Spiele wie Kaufmannsladen, Gesellschaftsspiele oder Verkleiden für Rollenspiele kann dies früh gefördert werden.

2. Fairness

Fairness ist aus dem Kampfkunstunterricht nicht wegzudenken. Es gibt keine Beleidigungen oder Schimpfwörter. Alle dürfen sagen, was sie möchten und jeder darf dabei ohne Unterbrechung ausreden.

3. Vertrauen

Vertrauen ist bei der Schwarzgurteinstellung unerlässlich. Auch für alle, die den weißen Gurt tragen, ist Vertrauen grundlegend. Für Freundschaften erst recht! Petzen ist ein absolutes No-Go, denn Freunde sind füreinander da und lassen sich nicht hängen!

4. In Kontakt bleiben

Bei diesem Punkt brauchen Kinder noch Hilfe. Greifen Sie ihnen unter die Arme! Und wenn eine Freundschaft doch mal schwierig ist oder gar auseinander geht, seien Sie für Ihr Kind da und trösten Sie es. Das stärkt sie von Innen und sie finden schnell neue Freunde.