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Elternbrief – Respekt

Liebe Eltern,

in diesem Monat beschäftigen wir uns thematisch mit dem großen Wort Respekt. Respektloses Verhalten sehen wir alle häufiger, als es uns vielleicht bewusst ist: Beleidigungen zwischen Jugendlichen, während sie auf den Bus warten; Treten gegen die Sporttaschen; genervte Blicke an der vollen Supermarktkasse oder abschätzende Bemerkungen.

Was Respekt bedeutet, darüber werden wir diesen Monat sprechen. Wie Sie Ihr Kind in respektvollem Verhalten unterstützen können, beschreiben wir Ihnen im Folgenden.

Respekt zeigen

Bringen Sie Ihrem Kind den Respekt entgegen, den Sie auch von Ihrem Kind erwarten. Das ist ein Umgang auf Augenhöhe, bei dem Sie Ihrem Kind in die Augen schauen und sich für die Dinge, die Ihr Kind Ihnen erzählen möchte, Interesse zeigen. Es wird so lernen, Ihnen, und auch anderen, denselben Respekt entgegenzubringen und zuzuhören.

Jeder möchte respektiert werden, das ist in unserer Gesellschaft fest verankert. Auch außerhalb des Elternhauses, beispielsweise im Kindergarten oder der Schule, werden Kinder damit konfrontiert und lernen Respekt zu zeigen: Gegenüber Jüngeren, Gleichaltrigen, aber auch Autoritätspersonen wie Lehrern gegenüber.

Wen wir respektieren

Häufig ist uns gar nicht bewusst, wieso wir jemanden respektieren. Manche Menschen haben einfach so eine Ausstrahlung, dass keiner den Respekt Ihnen gegenüber infrage stellt. Es ist daher immer gut sich bewusst zu machen, warum wir jemanden oder etwas respektieren.

Respekt fördern

Respekt kann sich verschieden äußern, beispielsweise durch Höflichkeit, Wertschätzung oder Einfühlungsvermögen. Fordern Sie dies von Ihrem Kind und seien sie selbst in diesen Sachen ein Vorbild. Zum Beispiel können sie, wenn sie mit Ihrem Schützling über eine bestimmte Situation sprechen, ihn zum Nachdenken bringen, wie er sich in diesem Augenblick fühlen würde. Bereits in jungen Jahren können Kinder dies und suchen ganz anders nach Lösungsvorschlägen oder Kompromissen als vorher.

Höflichkeit und Wertschätzung, beispielsweise durch das äußern von „Bitte“ und „Danke“, sind auch für Kinder keine Schwierigkeit, wenn sie es selbst vorgelebt und darauf aufmerksam gemacht werden. denn niemand möchte herumkommandiert werden!

Ihr Kind ist Ihnen gegenüber einmal bockig und beleidigt Sie vielleicht sogar? Das Ziel solcher Provokationen ist meistens zu sehen, wie Sie reagieren. Auch wenn es nicht immer leichtfällt, versuchen Sie in solchen Situationen ruhig zu bleiben und sich bewusst nicht provozieren zu lassen. So ist die Wahrscheinlichkeit am größten, dass Ihr Kind die Lust daran verliert.

Loben bestärkt

Kinder machen manche Dinge automatisch, ohne dass es ihnen direkt bewusst ist. Genau in dem Moment ist es großartig, wenn den Eltern dieses Verhalten auffällt und Sie es dann honorieren. Ein Beispiel wäre, wenn andere Kinder sehr ungeduldig sind und Ihr Kind entspannt wartet bis es an der Reihe ist oder sich, ohne darauf hingewiesen zu werden, bei seinen Geburtstagsgästen für die Geschenke bedankt. Zeigen Sie Ihrem Kind, dass sie es bemerkt haben und tun Sie das präzise! Also nicht: „Toll gemacht!“, sondern: „Ich bin stolz auf dich, dass du dich so selbstständig bei allen bedankt hast.“

Umgang mit Respektlosigkeit

Ihr Kind fühlt sich von jemandem respektlos behandelt, was nun? Machen Sie ihm bewusst, dass es manchmal von der anderen Person gar nicht so gemeint sein könnte. Nicht jeder empfindet sein eigenes Verhalten als respektlos. Eine Möglichkeit ist, die betreffende Person respektvoll darauf anzusprechen. So merkt die andere Person wie man sich fühlt und dass sie vielleicht einen Fehler gemacht hat.