Elternbrief – Teamwork

Elternbrief - Teamwork - Kampfsport - Selbstverteidigung - Kiel

Elternbrief – Teamwork

Liebe Eltern,

in diesem Monat geht es in unseren Mattengesprächen um die Lebenskompetenz „Teamwork“. Wir möchten herausfinden, wie es unsere Schüler schaffen können, Kontakt zu Gleichaltrigen in Schule oder Kindergarten zu finden. Manche Kinder sind von klein auf lieber nur mit wenigen Menschen zusammen. Sie, liebe Eltern, können das ausgleichen, indem Sie den Kontakt Ihrer Kinder zu Gleichaltrigen schon im Sandkastenalter fördern. Und so geht‘s:

Schenken Sie Vertrauen

Einzelgänger (und nicht nur die) sollten nicht überbehütet werden. Sie müssen toben, klettern und sich auch mal eine Schramme holen dürfen – und werden dann am besten undramatisch getröstet. Sie halten es aus, beim Spielen auch mal zu verlieren, können kleine Hausarbeiten übernehmen und müssen nicht immer das größte Stück Pizza bekommen. Verhätschelte Kinder tun sich im Kindergarten oder in der Schule, wo es keine Sonderbehandlung gibt, oft schwerer.

Seien Sie ein Vorbild

Eltern können vormachen, wie man Kontakt aufnimmt: „Ach, ich frage einfach unsere Nachbarin, ob sie mir eine Packung Zucker leiht, komm‘ doch mit!“

Fit bei Konflikten

Welchen Aspekt des Teamworks wir gleich zu Beginn unserer Kampfkunstkarriere lernen: Wir müssen konfliktfähig sein. Eltern können das Prinzip „Was du nicht willst, das man dir tu‘…“ erklären und sagen, dass beim Spielen jeder mal „Bestimmer“ sein will, man sich mit begehrten Gegenständen abwechselt, und dass auch Streit dazu gehört, der aber auch rasch wieder vergessen werden darf.

Hobbys von Kindern fördern

Vor allem der wöchentliche Kampfkunstunterricht gibt Einzelgängern mehr Routine im Umgang mit anderen Kindern sowie ein gutes Körpergefühl. Regelmäßige Gürtelprüfungen und unsere Mattengespräche helfen sensiblen Kindern, Gefühle auszudrücken und verschaffen konkrete Erfolgserlebnisse.

Hilfe bei Schüchternheit

Traut ein Kind sich nicht, sich zu verabreden, sollten Eltern im Kindergarten- und frühen Grundschulalter noch Schützenhilfe leisten. „Mit wem möchtest du gerne mal spielen?“ Ein Anruf unter Eltern („Julia möchte sich gern mal mit Ihrer Lara verabreden“) hat fast immer Erfolg.