Kinder - Ringer und Raufen - Kampfsport in Kiel

Ringen und Raufen– ist das verboten?

Kinder brauchen Möglichkeiten, um in Bewegung sein zu dürfen. Denn so nehmen sie ihr Umfeld wahr und treten mit ihrer Umwelt in Kontakt. Dennoch sieht man immer wieder, wie Kindern verboten wird, sich frei zu bewegen. „Bleib hier!“, „Sei ruhig!“, „Lauf nicht zu weit weg!“ – all das sind Sätze unseres Alltags. Besonders, wenn es unter Kindern ein bisschen gröber wird, haben Eltern oft Angst. Daher ist toben und raufen nur noch ein Relikt aus vergangenen Kindertagen.

Bewegung ist wichtig

Doch gerade die Bewegung ist für Kinder immens wichtig, da sie der physischen und psychischen Entwicklung helfen kann. Kinder suchen sich dabei in der Regel selbst ihre körperlichen Herausforderungen. Mit angeborener Neugier und Konkurrenzkampf laufen Kinder um die Wette, klettern und balancieren, hüfen und springen. Daher ist es wichtig, dass Eltern diese Bewegungsmöglichkeiten schaffen und unterstützen. Bei körperlichen Herausforderungen lernen Kinder die Grenzen ihres eigenen Körpers kennen und reizen diese aus. So begreifen sie sich selbst und entwickeln ein Selbstgefühl. Dies nennt man auch: Selbstwirksamkeitserfahrungen. Kinder erfahren also, dass körperliche Betätigung und Ertüchtigung etwas bewirken kann. Diese Erfahrungen wirken sich auf das Selbstbewusstsein aus, da Kinder lernen, sich selbst zu vertrauen. Weiterhin trauen sich Kinder dann auch mehr zu und suchen sich neue Herausforderungen, die bewältigt werden wollen.

Möglichkeiten zum Bewegen schaffen

Bewegungsanlässe sollten von den Eltern daher bewusst geschaffen werden. Ob nun bei einem Spaziergang oder bei einem Ausflug auf den Spielplatz. So können Kinder verschiedene Bewegungsabläufe ausprobieren. Eltern sollten dabei die Kinder auch immer ermutigen Neues auszuprobieren. Natürlich darf die Sicherheit nicht zu kurz kommen. Beispielsweise beim Balancieren auf einer Mauer, kann dies erst an der Hand der Eltern gemacht werden, bevor ein Kind es dann allein versucht. Fortschritte sollten dabei kommentiert und verdeutlicht werden. Wenn wir schon einmal beim Thema Sicherheit sind. Viele Eltern haben Angst vor einem spielerischen Kämpfen von Kindern. Wenn man sich jedoch an die eigene Kindheit zurückerinnert, gehörten diese kleinen Machtkämpfe und das Kräftemessen zum Spielen dazu. Es ist nicht alles gleich zu negativ zu sehen. Häufig können im Raufen persönlichkeits- und entwicklungsfördernde Elemente stecken.

Kräfte einschätzen und Grenzen wahren

Außerdem kann zu heftiges Rangeln bei Kindern aufgegriffen und mit ihnen thematisiert werden, um für die Zukunft gewaltvorbeugend zu wirken. Durch die unmittelbare Reaktion des Gegenübers erkennen Kinder die Wirkung des eigenen Handelns. So lernen sie ihre Kräfte einzuschätzen und Grenzen zu wahren. Das stärkt die Sozialkompetenz. Schaffen Sie Ihrem Kind also Bewegungsmöglichkeiten und Räume für freies Spielen!

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